Handy-Knigge 10 Regeln für den Umgang mit dem Handy

familie spielt im restaurant mit dem handy

Der Hund ist der beste Freund des Menschen – das war einmal! Nun hat sich das Smartphone diesen Status erkämpft. Doch nur wenige „Handy-Herrchen“ beherrschen den höflichen Umgang mit ihrem Gerät. Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr über den richtigen Umgang mit dem Handy und welche 10 Regeln Sie unbedingt kennen sollten.

Die Goldene Regeln fürs Smartphone

Die meisten Leitsätze verstehen sich von selbst, werden aber häufig missachtet. So sprechen sich über 50 Prozent der Verbraucher für eine Pause beim Restaurantbesuch aus und dennoch wird oftmals dagegen verstoßen. Damit Sie in jeder Situation einen guten Eindruck hinterlassen, sollten Sie sich einige Benimm-Regeln zu Herzen nehmen.

1. Tabuzonen für Handys

In Arztpraxen, Flugzeugen, Krankenhäusern oder Tankstellen sind die kleinen Geräte verboten, da sie die empfindliche Elektronik behindern. Darüber hinaus ist seit dem 1. April 2004 eine Freisprechanlage im Auto fürs Telefonieren gesetzlich vorgeschrieben: Der Bußgeldkatalog definiert das Strafmaß für Kraftfahrer auf 60 Euro plus einem Punkt in Flensburg. Wer beim Fahrradfahren telefoniert, muss 25 Euro bezahlen.

Neben diesen Tabuzonen gibt es öffentliche No-Handy-Areas: Büchereien, Friedhöfe, Kirchen, Museen und Opernhäuser sind handyfreie Zonen. Auch bei Konferenzen oder Seminaren ist das Smartphone auf „lautlos“ zu stellen, um unnötige Störungen zu vermeiden.

2. Etikette in der Gesellschaft

„Er chattet, surft und spielt, doch neben ihm sitzt eine reale Person. Statt ein Gespräch zu führen, starrt er wie hypnotisiert seinen Bildschirm an.“

Es ist eine banale Regel, doch sie wird im Chat-Eifer schnell vergessen: Packen Sie das Handy weg, sobald andere Personen anwesend sind. Die Aufmerksamkeit sollte immer bei realen Menschen liegen und nicht bei einem viereckigen Kasten. Auch wenn das Essen im Restaurant auf sich warten lässt, ist das kein Grund zum eintönigen Surfen und Chatten.

Erwarten Sie einen dringenden Anruf, können Sie das Handy angeschaltet lassen – und damit ist keine telefonische Diskussion über die Fußballergebnisse gemeint!

3. Smartphone auf dem Tisch

Üben Tische eine magische Kraft auf Handys aus? Könnte man meinen, denn oftmals wird das Gerät dort platziert. An und für sich ist das kein Problem, sofern man alleine ist. In geselliger Runde wird das Smartphone zum Eyecatcher, denn es leuchtet und blinkt bei jeder Nachricht so schön!

Wer sein Handy ständig griffbereit hat, fühlt sich gelangweilt oder muss erreichbar sein. Beides sind negative Botschaften an die Gesellschaft. Daher gehört es in die Hosentasche oder in den Aktenkoffer und sollte nur bei wichtigen Anrufen ans Tageslicht kommen.

Übrigens: Handys auf dem Tisch locken Diebe an. Regelmäßig werden Restaurant-Besucher für einen kurzen Moment abgelenkt, während sich eine dritte Person das Handy einsteckt.

4. Lustige Klingeltöne nerven

Ein quakender Frosch mag für einen Lacher gut sein, aber hat im Büro nichts verloren. Einmal ist das lustig, doch spätestens beim zweiten oder dritten Anruf kann das niemand mehr hören.

Es verhält sich wie bei der Email-Adresse: Statt hasenpurzel123@gmx.de ist der Vor- und Nachname zu wählen und so auch beim Klingelton! Ein angenehmes Geräusch in moderater Lautstärke stört niemanden.

5. Knigge fürs Telefonieren

Auch beim Telefonat kann viel schiefgehen:

  • Das Gespräch wird mit einem „Ja!“ begonnen – und wer ist nun am Apparat?
  • Weisen Sie Ihren Gesprächspartner darauf hin, wenn Sie die Freisprechfunktion aktivieren. Vielleicht möchte er ein Geheimnis teilen, das nur für Ihre Ohren bestimmt ist.
  • Halten Sie drei Meter Abstand zu anderen Personen. Vor allem in Zügen fühlen sich fremde Menschen häufig von lauten Telefonaten belästigt.
  • Befinden Sie sich in Gesellschaft, halten Sie das Gespräch möglichst kurz.

6. Anleitung zum Simsen

Möchten Sie ein Treffen verschieben, sollte der Kontakt zuerst telefonisch erfolgen. Erst im Anschluss geht eine Textnachricht in Ordnung, da sie weniger persönlich wirkt. Passen Sie die SMS dem Alter des Empfängers an: Ältere Menschen wissen unter Umständen gar nicht, was Abkürzungen wie „LG“ oder „MFG“ bedeuten.

Tipp: Auf förmliche Höflichkeitsfloskeln können Sie nach der ersten Nachricht verzichten.

7. Kurze Mailbox-Ansage

Endlos-Ansagen kosten viel Zeit und wirken unseriös. Ein paar Worte wie „Guten Tag, das ist die persönliche Mailbox von Max Mustermann. Leider bin ich derzeit nicht erreichbar, hinterlassen Sie mir bitte eine Nachricht.“ reichen vollkommen aus.

8. Dauerfilmen bei Veranstaltungen

Sobald eine prominente Person die Bühne betritt, wird das Smartphone gezückt. Es ist schöner, einen Moment in Echtzeit zu genießen, als ihn auf einem 4-Zoll-Bidschirm zu wiederholen. Verzichten Sie auf solche Aufnahmen und schießen Sie lieber ein unvergessliches Foto. Ohnehin finden Sie Fotos und Videos von Veranstaltungen in besserer Qualität im Internet.

9. Augen auf im Straßenverkehr

Auch beim Laufen kann das Handy sehr störend sein: Kollisionen sind keine Seltenheit und in China wurden extra Gehwege für Smartphone-Nutzer eingerichtet. Augen auf im Straßenverkehr und das Handy bitte in der Hosentasche lassen – so vermeiden Sie böse Unfälle mit Fahrradfahrern, Autos und anderen Verkehrsteilnehmern.

10. Keine Musik über Lautsprecher

Laute Musik kommt selten gut an, auch nicht aus dem Handy. Natürlich können Sie ihr Smartphone als Walkman nutzen, der Griff zum Kopfhörer sollte in Gesellschaft aber selbstverständlich sein. Verinnerlichen Sie auch: Nicht jeder Mensch muss Ihren Musikgeschmack mögen – Sie mögen sicherlich auch nicht jede Musik und würden sich bei bestimmten Genres belästigt fühlen!

Fazit

Der korrekte Umgang mit dem Smartphone ist gar nicht so schwer. Bevorzugen Sie immer reale Kontakte und nehmen Sie Rücksicht auf fremde Personen, dann befolgen Sie die wichtigsten Regeln ganz automatisch.

Haben wir eine wichtige Regel vergessen? Nutzen Sie unsere Kommentar-Funktion und schreiben Sie uns, was Ihnen beim Umgang mit dem Handy in der Gesellschaft wichtig ist!

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